„Winchester“ – Geisterrache für Schusswaffengebrauch!

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Die Gewehre aus dem Hause Winchester revolutionierten die Waffensituation in den Staaten maßgeblich, eher unbekannt ist jedoch die Geschichte der Witwe des Waffenherstellers, die bis zu ihrem Tod ein riesengroßes Anwesen in San Francisco Tag und Nacht um weitere Räume erweitern ließ, so dass ein absolut verrücktes Bauwerk entstand. Gerüchten zufolge soll das Haus verflucht gewesen sein und die Witwe soll die Räume anhand der Botschaften von Geistern erhalten haben, die durch die Winchester-Waffen ums Leben gekommen sind. Eine interessante Grundlage für einen Horrorfilm, „Winchester – Das Haus der Verdammten“ funktioniert auch solide als Gruselhorror mit netten Schockeffekten, einer Prise Waffenkritik und vor allem geadelt durch seine Hauptdarstellerin, denn für die Rolle der Lady Sarah Winchester konnte man tatsächlich Helen Mirren gewinnen, die auch in diesem Genre absolut überzeugen kann.

Inhalt

Dr. Eric Price (Jason Clarke) bekommt den Auftrag, den Geisteszustand von Lady Sarah Winchester (Helen Mirren), der Witwe des Waffenherstellers William Winchester, zu überprüfen. Diese lebt in einem abgelegenen Haus in San Francisco, wo sie ununterbrochen neue Zimmer und Etagen bauen lässt. Sie lässt den Doktor wissen, dass sie daran glaubt, die durch die Waffen der Firma Winchester getöteten Opfer würden ihr die Baupläne für die Zimmer geben, in denen sie den Tod fanden. Dort will sie mit den Geistern sprechen und sie so erlösen. Sie hält sich selbst für verflucht aufgrund ihres todbringenden Erbes und verständlicherweise will ihr keiner glauben. Doch dann hat der Doktor selber ein paar gruselige Erscheinungen und stellt fest, dass Sarah Winchesters Nicht und deren Sohn, die ebenfalls in dem Haus leben, in tödlicher Gefahr sind.

Review

Ich stelle immer mehr fest, dass mich Horrorfilme nicht mehr wirklich überzeugen können. „Winchester“ ist zwar mit solidem Grusel und allen voran mit Helen Mirren schauspielerisch gut aufgestellt, auch die Handlung ist weitestgehend originell genug und der reale Hintergrund ebenfalls nicht uninteressant, trotzdem hat man auch hier nicht das Gefühl, dem Genre würde etwas wirklich Neues hinzugefügt werden. Wer auf solide Gruselschocker steht, der kann sich aber auch diesen Film gut anschauen, er erfüllt durchaus seinen Zweck, kann die im ersten Moment etwas bruchstückhaft wirkenden Elemente zum Ende hin gut zusammenführen und verfügt über ein paar schöne Schockmomente, ohne blutig zu werden. Auch dass das Thema „Schusswaffengebrauch“, wenn auch nicht bis zum Ende konsequent, hier aus einem recht kritischen Gesichtspunkt angepackt wird, tut dem Film gut.

Fazit

Helen Mirren kann auch in einem Horrorfilm überzeugen, der Film selber ist jedoch größtenteils Einheitsware, die für Genrefans aber durchaus schaubar inszeniert wurde.

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