„Goodbye Christopher Robin“ – Wer steckt hinter Pu, dem Bären?

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„Pu der Bär“ entstand bereits in den 1920ern, doch bis heute ist es ein Klassiker der Kinderliteratur. Bevor in wenigen Monaten mit „Christopher Robin“ ein Film in die Kinos kommt, der die Geschichte des Buches mit dem erwachsen gewordenen Bärenfreund weitererzählt, widmet sich dieses Biopic der Geschichte hinter dem Buch. „Goodbye Christopher Robin“ erzählt nicht nur die Geschichte des vom Ersten Weltkrieg gezeichneten Schriftstellers Alan Milne und wie die gemeinsame Zeit mit seinem Sohn ihn zu dem Kinderbuch über Winnie Pu inspirierte und welche Bürde er dem „echten“ Christopher Robin durch den unglaublichen Erfolg auferlegte. Gefühlvoll inszeniert und mitreißend gespielt, so lässt einen das Biopic den Bären und seinen menschlichen Freund aus einer völlig anderen Perspektive sehen.

Inhalt

Als der Schriftsteller Alan Milne (Domhnall Gleeson) im Ersten Weltkrieg dienen muss, wirft ihn das völlig aus der Bahn. Nach seiner Rückkehr dringen weder seine Frau Daphne (Margot Robbie) noch ihr kurz darauf geborener Sohn Christopher Robin (Will Tilston) zu ihm durch. Während Alan nach einem Stoff sucht, um den Krieg literarisch zu verarbeiten, sieht er, wie sein kleiner Sohn Geschichten zu seinen Kuscheltieren erfindet und schreibt darüber ein Buch, das ein unglaublicher Erfolg wird. Doch der Junge ist überhaupt nicht darauf vorbereitet, von unzähligen Fans als der „echte“ Christopher Robin angesehen und regelrecht belagert zu werden. Nur seine Nanny Olive (Kelly Macdonald) erkennt, dass er daran langsam zerbricht.

Review

Es ist nur das tolle Schauspiel der Darsteller, das einen den Film ans Herz wachsen lässt, „Goodbye Christopher Robin“ schafft es, den allen Kindern bekannten Roman und seinen gutmütigen Bären gekonnt mit der tragischen Erfolgsgeschichte seines Autors und vor allem seines Sohnes zu verbinden. Es tut regelrecht weh, wenn Vater und Sohn endlich zueinander finden, etwas Großartiges zusammen erschaffen, der zu einem unverhältnismäßigen Erfolg führt, der mehr Schattenseiten als Freude bietet. Die schönen Aufnahmen der englischen Landschaft, kombiniert mit dem Grauen des Krieges und der Fantasiewelt des Kindes bilden eine wirklich passende Einheit.

Domhnall Gleeson und Margot Robbie zeigen mal wieder, wie wandlungsfähig sie sind, aber am meisten überzeugt Will Tilston, der Christopher Robin als intelligenten und fröhlichen Jungen spielt, dem eigentlich nichts etwas anhaben kann, dem aber leider eine Erfolgsgeschichte aufgezwungen wird, an der jeder zerbrochen wäre, erst recht in seinem Alter.

Wer diesen Film gesehen hat, wird Winnie Pu ab jetzt in einem völlig anderen Licht sehen.

Fazit

„Goodbye Christopher Robin“ ist ein gefühlvolles Biopic, das mit tollen Bildern und Schauspielern die traurige Hintergrundgeschichte zu einem der bekanntesten Kinderbücher erzählt.

Bildergalerie


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