„Kingsman 2: The Golden Circle“ – Solide Fortsetzung!

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Als vor zwei Jahren „Kingsman: The Secret Circle“ in die Kinos kam, wurde dort ein großartiges Feuerwerk voller überdrehter Kampfszenen, cooler Sprüche und verrückter Einfälle gezündet. Jetzt kommt mit „The Golden Circle“ die unausweichliche Fortsetzung, die Fans des ersten Teils sicher auch unterhalten kann, aber bei weitem nicht die Klasse des Vorgängers erreicht. Auch die überraschende Rückkehr eines geliebten Charakters wirkt etwas konstruiert, die Handlung holpert generell an vielen Stellen, nur der Humor und die Kampfszenen funktionieren auch hier. Neben den altbekannten britischen Agenten Taron Egerton, Colin Firth und Mark Strong fügen sich auch die amerikanischen Neuzugänge Jeff Bridges, Halle Berry, Channing Tatum und Pedro Pascal gut in die Filmreihe ein, bleiben aber hinter ihren Möglichkeiten zurück, vielleicht bekommen sie in einem dritten Teil mehr Chancen. Wirklich Spaß macht aber Julianne Moore als verrückte Drogenbaronin!

Inhalt

Gary hat gerade als Neuzugang bei der Agentvereinigung „Kingsman“ die Welt gerettet, als die fiese Drogenhändlerin Poppy (Julianne Moore) die komplette Geheimorganisation auslöscht, nur Gary und „Merlin“ (Mark Strong) überleben. Doch sie entdecken, dass es in den USA eine weitere Spionagevereinigung namens „Statesman“ gibt und machen sich auf den Weg dorthin. Die Amis unter der Leitung von Agent Champagne (Jeff Bridges) sind zuerst skeptisch, doch dann werden ihnen die Agenten Tequila (Channing Tatum) und Whiskey (Pedro Pascal) sowie die Technikexpertin Ginger Ale (Halle Berry) zur Seite gestellt, um Poppy das Handwerk zu legen. Und dann finden die Briten noch heraus, dass bei den Amerikanern auch der totgeglaubte Harry (Colin Firth) lebt, allerdings ohne Erinnerung an seine Agententätigkeit. Gary muss also auch Harry wieder zur alten Form bringen.

Review

Ja, dass der Charakter von Colin Firth den ersten Teil nicht überlebt hat, tat schon weh, aber wie man ihn hier wieder zurück in die Handlung schreibt, ist schon etwas plump. Das amerikanische Gegenstück zur britischen Agentenkombo hat durchaus seine amüsanten Momente, der Film ist wie sein Vorgänger rasant, abgedreht und völlig überzogen, trotzdem will er einfach nicht so zünden wie der erste Teil. Was nicht heißt, dass man nicht auch hier seinen Spaß haben kann, wenn man sich auf die Handlung einlässt. Die Schauspieler hatten ganz offensichtlich viel Spaß beim Dreh, bis hin zu einem größeren Gastauftritt von Elton John, der hier schon fast zu sehr aufdrehen darf.

Aber irgendwie will der Film zu viel, da ist einerseits der Kampf gegen die verrückte Drogenbaronin, die Einführung der amerikanischen Organisation, zugleich das Ende der britischen, dann noch Garys Liebesgeschichte, und alles will sich nicht so richtig zusammenfügen. Letztendlich lebt der Film aber von seiner abgedrehten Actionszenen und seinen verrückten Einfällen, die wieder mal großartig als Hommage an die Agentenfilme der 80er und 90er funktionieren. Ein wenig enttäuschend, aber für Fans des ersten Teils trotzdem eine solide Fortsetzung. Ein dritter Teil ist vielleicht noch drin, das sollte es dann aber auch sein.

Fazit

Auch der zweite Teil von „Kingsman“ punktet mit unglaublichen Kämpfen und völlig absurdem Humor. Der Film macht Spaß, kann aber dem ersten Teil nicht das Wasser reichen. Wer die alten James-Bond-Filme mochte, der kommt hier auch auf seine Kosten.

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