„Kung Fu Panda“ – Dreamworks animiert wieder…

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Pixar war mal der alleinige Garant für gute Animationsfilme, bis Dreamworks „Shrek“ servierte. Doch während Pixar fast ohne Ausnahmen weitere Meisterwerke in die Kinos brachte, konnte Dreamworks mit Filmen wie „Große Haie, kleine Fische“ oder „Madagascar“ nicht gerade punkten. „Ab durch die Hecke“ und „Shrek 2“ waren noch ganz nett, aber auch der dritte Teil vom grünen Oger eher ein Reinfall. Mit einem dicken Panda, viel Kung Fu, asiatischen Weisheiten und sehr prominenten Originalstimmen wurde jetzt ein neuer Anlauf gestartet, leider kam auch der nur schleppend ins Ziel.

Po ist ein Panda, dick, verfressen und tolpatschig. Trotzdem träumt er davon, ein Kung Fu Meister zu werden. Als der Kung Fu Großmeister öffentlich den großen Drachenkrieger benennen will und der verspätete Po sich mit ein paar Feuerwerkskörpern in die geschlossene Arena schießt, fällt die Wahl zufällig auf ihn. Doch seinen Traum hatte er sich anders vorgestellt, denn weder sein neuer Master Shifu, noch die fünf großen Kung Fu Kämpfer Tiger, Affe, Schlange, Kranich und Gottesanbeterin glauben an ihn, er selber natürlich auch nicht. Zumal er derjenige sein soll, der das Dorf vor dem nahenden bösen Schneeleoparden Tai Lung beschützen soll…

Der Film bietet nette Unterhaltung, aber keine großartigen Lacher und auch nichts wirklich Neues, trotz der Tatsache, dass Jack Black für den Panda als Vorlage diente und diesem auch seine Stimme lieh. Warum im deutschen dann Hape Kerkeling den Panda sprechen musste, ist mir nicht wirklich klar. Zum Glück konnte ich den Film im Original sehen. Hier werden die Rollen u.a. von Angelina Jolie, Dustin Hoffman, Jackie Chan und Lucy Liu gesprochen.

Mit Po, dem Panda, wurde auf jeden Fall ein sympathischer Animationscharakter geschaffen, er und der Schildkröten-Großmeister machen Spaß, interessant sind dann noch der Master Shifu und der böse Tai Lung, die anderen wirken mehr wie Beiwerk ohne große Aufgabe. Die Story ist sehr schlicht, aber ebenfalls nett. Trotzdem bietet „Kung Fu Panda“ nichts, was einem in Erinnerung bleiben würde, der Film plätschert einmal durch und wird dann schnell wieder vergessen werden. Da helfen leider auch die Kung Fu Kämpfe, die durchaus interessanten aber doch nicht hängen bleibenden asiatischen Weisheiten und der „Star Wars“-Anteil (Meister/Schüler, der dann zum Bösewicht mutiert) nicht. Die Trailer mit Jack Black selber waren fast witziger als der eigentliche Film. Aber jedem, der Animationsfilme mag, wird dieser nicht weh tun. Alle anderen sollten lieber auf „WALL.E“ von Pixar im Herbst warten, der verspricht wieder großes und besonderes Animationskino.

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4 Kommentare

  1. Ich liebe nicht nur Pandas, sondern bin selbst Kung Fu Schüler. Da ist es ganz natürlich, dass, als ich den ersten Trailer zu Kung Fu Panda sah, total begeistert war.

    Ich vertraue Dreamworks nicht mehr so stark wie früher (B-Movie, Madagascar und auch der letzte Shrek-Teil waren eine herbe Enttäuschung für mich), trotzdem wollte ich diesen Film sehen. Und ich wurde positiv überrascht.
    Endlich einmal ein Dreamworksfilm, der ohne sinnlosen Fäkalhumor, neuesten Trendanspielungen und nervigen Nebencharakteren (Pinguine z.B.) auskommt. Er war zudem sehr lustig und ich kann mich selten an einen Film erinnern, wo das gesamte Publikum so gelacht hat.

    Die Anfangsszenen sind in traditionellem Stil und man wünscht sich sogar, dass der ganze Film so gemacht worden wäre. Ganz besonders angetan war ich auch von Shifu, der genauso wie sein Schüler eine wichtige Lektion durch den ganzen Film hinweg lernen muss.

    Trotzdem gab es ein paar Punkte, die mir leider ein wenig negativ aufgefallen sind:

    Die Furiosen Fünf. Wie gerne hätte ich noch mehr von diesen Charakteren gesehen, im Gegensatz zu Po oder Shifu, kaum wirklich irgendeinen Charakter aufweisen (mit einer kleinen Ausnahme von Tigress). In englischen Trailern brüstete man sich damit, dass man Talente wie Jacky Chan für das Projekt holte. Doch wenn der Affe dann nur fünf Sätze im gesamten Film spricht, sehe ich nicht wirklich, dass es sich gelohnt hat.

    Ein wenig irritiert war ich auch von der Tatsache, dass das Ende zu schnell ging. Po, der ein paar Wochen (oder gar Tage? Wie lange haben die Furiosen Fünf wohl zurück gebraucht von dem Kampf mit Tai Lung auf der Brücke?) trainiert hat, besiegt einfach mal so einen Kämpfer, der sein ganzes Leben damit verbracht hat Kung Fu zu meistern. „Sei wie du bist“ hin oder her, diese Tatsache störte mich dann doch am Ende.
    Vielleicht hilft bei diesem Punkt die Tatsache weniger, dass ich selber Kung Fu lerne und weiß, wie lange es dauert, bis man wirklich von sich behaupten kann, darin ein guter Kämpfer zu sein (das braucht Jahre an hartem, stundenlangen Training).

    Man kann sich natürlich auch darüber Streiten, dass die Geschichte nicht sonderlich originell ist. Vertraue darauf, du selbst zu sein. Gib niemals auf. Aber die Ausführung fand ich gut gemacht, von daher störte es mich nicht.

    Alles in allem ein unterhaltsamer, guter Film, auf den Dreamworks einmal stolz sein kann. Ich hoffe auf jeden Fall, dass dies nicht der letzte Film dieser Art bleibt.

  2. Es ist eine Hommage an die guten, alten Kung Fu-Filme – das darf man nicht vergessen. Abgesehen von der etwas schnulzigen Botschaft („Es gibt keine Geheimzutat! Sei, wie du bist!“), kann der Film mit vielen guten Idden unterhalten.

    Meine Tochter war begeistert, und obwohl ich anfangs etwas skeptisch war (… vonwegen Kampffilm und Kinder, und so…) war ich doch angenehm überrascht.
    Wir wurden bestens unterhalten. Aber ich verstehe nicht, warum man nicht irgendwelche x-beliebigen Syncronsprecher hätte nehmen können. Jackie Chan hat zwei Sätze gesagt, hallo? Wieviel Hongkong-Dollar hat er denn diesmal für diese meisterleistung bekommen?
    Ich weiß, irgendwas mache ich falsch…

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